Jute: nicht nur für Säcke geeignet

Quelle: http://www.romakgroup.de/

Jute ist längst nicht mehr das von manchen Verbrauchern milde belächelte Lieblingsgewebe irgendwelcher „Ökos“. Die Vorzüge der Produkte aus Jutegewebe werden mittlerweile auch von der Industrie und im Gartenbau geschätzt.

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Produkte aus Jutegewebe
Wer kennt sie nicht, die beliebten Nikolaus-Säckchen aus Jute, in denen man Süßigkeiten und allerlei Kleinkram versteckt? Doch das nachhaltige Naturmaterial kann noch mehr als Kindern eine Überraschung zu bereiten. Ursprünglich wurde das Gewebe aus der einjährigen Jutepflanze nur zur Herstellung von umweltverträglichen Tragetaschen verwendet. Heute werden die bis zu 4 Meter hohen Pflanzenstängel des indischen Corchorus-Baumes außerdem zu

– Säcken

– Decken und Vliesen

– Wohntextilien und

– Bekleidungsstücken

verarbeitet.

Säcke aus Jutegewebe
Jutesäcke sind je nach Verwendungszweck in diversen Größen und Ausführungen naturfarben und eingefärbt erhältlich. Die Produkte aus Jutegewebe nutzt man im privaten Bereich zum Überwintern von Zwiebeln, Kartoffeln, Birnen, Äpfeln, Karotten, Getreide und Nüssen. Da das Gewebe atmungsaktiv ist, kann sich dort weder Staunässe noch Schimmel bilden. Wer Tiere hat, kann die unbehandelten Jutesäcke außerdem noch zum Lagern von Viehfutter wie Stroh und Heu verwenden. Das robuste strapazierfähige Material ist ausgesprochen reißfest: 65 x 135 cm große Jutesäcke halten sogar 100 Kilogramm Gewicht aus. Im Gartenbau nutzt man die Säcke zum Aufbewahren und Transportieren von Grünschnitt und Ästen. Die Industrie verwendet Säcke aus Jutegewebe für Metallabfälle und Bauschutt.

Jutedecken und Vliese
Sie sind als Meterware erhältlich. Wer seinen Garten vor zu viel Unkraut schützen möchte, kann das beispielsweise mit einem 0,5 x 1,5 m großen Unkraut-Vlies aus Jutegewebe tun, das ein Gewicht von 250 g/m² hat. Sehr schweres Jutegewebe bietet guten Schutz vor abrutschenden Erdmassen: Die Böschungsmatten sichern neu aufgeschüttete Hänge und Erdwälle und unterstützen das Anwachsen der Vegetation. Die wasserdurchlässigen Jute-Vliese schützen im Winter das Grün der Gartenpflanzen vor dem Erfrieren: Man umwickelt die oberen Pflanzenteile von Olivenbäumen und Rosenstöcken vor dem ersten Herbstfrost mit dem Vlies oder stülpt einen leichten Jutesack locker über sie. Dann bindet man das Ganze unten mit etwas Bast zusammen. Mit Fleece unterfütterte Jute-Decken sind strapazierfähige Pferdedecken, die die Tiere bei kaltem Wetter optimal schützen. Die Überwürfe sind noch zusätzlich mit einem Klettverschluss und Kreuzgurten ausgestattet, die ihr Verrutschen verhindern.

Bekleidung aus Jute
Besonders umweltbewusst lebende Menschen bekleiden sich heutzutage mit Textilien aus Jutegewebe. Da die Pflanzen in ihren Anbaugebieten weder chemisch gedüngt noch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden, können auch empfindlichere Verbraucher sie bedenkenlos auf der Haut tragen. Die sanft glänzende Öko-Bekleidung wird auch gern zur Herstellung von Kinder-Textilien eingesetzt. Um die holzigen gebündelten Fasern verwenden zu können, muss man sie trennen und dann in einem speziellen Verfahren weich machen. Jute-Bekleidung gibt es als Hosen, T-Shirts, Schuhe und als Taschen.